UN-Sicherheitsrat im Staatsinstitut

UN-Sicherheitsrat im Staatsinstitut

"Meine Damen und Herren, hiermit eröffne ich die Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates. Auf der Tagesordnung steht die Friedensmission im Nahostkonflikt."

Mit den Worten eröffneten zwei Teamerinnen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen die Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zum Konflikt im Nahen Osten.

Das Szenario des längsten Konfliktes auf der Welt war Gegenstand eines Planspiels des Ausbildungsjahrgangs 1. Die Studierenden durften in die Rollen der 5 ständigen und 10 nichtständigen Mitglieder des weltmächtigsten Rates schlüpfen und verhandelten über einen Resolutionsentwurf. Dabei hatten sich die Teilnehmer entsprechend der diplomatischen Bühne an bestimmte Regeln und Umgangsformen zu halten.

Nach der Vorstellung eines Resolutionsentwurfs und der Einarbeitung in die verschiedenen Rollen wurde die Sitzung von den beiden souverän leitenden Vorsitzenden mit einer Rede eröffnet. Anschließend trugen alle Mitglieder des Sicherheitsrates in Reden die Standpunkte ihrer Länder zum Konflikt vor. Die Delegierten tauschten sich untereinander aus, suchten gleichgesinnte Länder und Unterstützer für Abänderungsanträge des Resolutionsentwurfs. Diese Anträge, die die Streitfragen um Ost-Jerusalem, den Siedlungsbau, die Besetzung der palästinensischen Gebiete, die Terrorangriffe und Gewalthandlungen und den Status eines selbstständigen Staates Palästina und somit die Zwei-Staaten-Lösung thematisierten, wurden in der Sitzung vorgetragen, debattiert und abgestimmt.

Die Studierenden konnten so die Handlungsspielräume der UN erleben und verstehen und die begrenzten Entscheidungsspielräume des UN-Sicherheitsrates auf der Grundlage selbstständig gemachter Erfahrungen beurteilen.

(G.G.)